Warum das Segeln zu mir gehört

Segeln ist für mich nie nur ein Hobby gewesen, das man an ein paar Wochenenden im Jahr macht. Über die Jahre habe ich mir praktisches nautisches Wissen angeeignet – Betonnung, Kartennavigation, Törnplanung – nicht, weil es „dazugehört“, sondern weil ich verstehen wollte, wie das alles zusammenhängt. Jede Reise war ein Stück Weiterbildung, jede Herausforderung auf dem Wasser eine Gelegenheit, sicherer zu werden.

Diese Kroatien-Tour war in gewisser Weise ein Wendepunkt. Zum ersten Mal habe ich nicht nur mitgesegelt oder assistiert, sondern die volle Verantwortung getragen – für die Route, für die Sicherheit der Crew, für jede Entscheidung unterwegs. Und es hat funktioniert. Besser noch: Es hat sich richtig angefühlt.

Genau dieses Gefühl hat einen Traum bestätigt, den ich schon lange mit mir trage: irgendwann mehr Lebenszeit auf dem Wasser zu verbringen. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil meines Alltags. Ob das am Ende bedeutet, mehr und längere Törns zu machen, näher am Wasser zu leben, oder etwas ganz anderes daraus zu entwickeln – diese zwei Wochen in der Kvarner-Bucht haben mir gezeigt, dass dieser Traum kein abstraktes Wunschdenken ist, sondern etwas, das ich mir Stück für Stück erarbeiten kann.

Der nächste Törn kommt bestimmt – und ich bin gespannt, wohin er mich als Nächstes führt.

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