Autor: Raymond-vogel@bluewin.ch

  • Warum ich nicht auf die AHV warten will

    Wenn ich mit Personen über meine Pläne spreche, kommt früher oder später fast immer dieselbe Frage: „Aber du hast doch einen sicheren Job – wozu der ganze Aufwand?“ Eine faire Frage. Und trotzdem eine, die für mich am Kern vorbeigeht.

    Ich bin in einer Generation aufgewachsen, in der die Altersvorsorge über AHV und Pensionskasse als selbstverständlich galt: Man arbeitet, zahlt ein, und irgendwann, mit 65, ist man versorgt. Je länger ich mich aber mit dem Thema beschäftige, desto klarer wird mir: Das ist kein Plan, das ist eine Hoffnung. Eine Hoffnung, dass das System in 10, 15 Jahren noch so funktioniert wie heute. Eine Hoffnung, dass die Rente reicht, um so zu leben, wie ich leben will – und nicht nur, wie es gerade eben reicht.

    Ich will diese Entscheidung nicht dem Zufall oder der Politik überlassen.

    Für mich bedeutet finanzielle Freiheit deshalb nicht in erster Linie „viel Geld haben“. Es bedeutet, mit 65 – oder gerne früher – nicht darauf angewiesen zu sein, dass ein staatliches System für mich funktioniert. Es bedeutet, eigene Einkommensquellen aufgebaut zu haben, die unabhängig von einem einzelnen Arbeitgeber, einem einzelnen Land, einer einzelnen Institution laufen. Quellen, die weiterlaufen, auch wenn ich mal nicht mehr aktiv arbeiten kann oder will.

    Genau das ist einer der Hauptgründe, warum ich das Projekt, von dem ich in den letzten Beiträgen erzählt habe, mit so viel Ernsthaftigkeit angehe. Es geht mir nicht darum, schnell reich zu werden – das würde ich niemandem versprechen, und ich glaube auch niemandem, der das verspricht. Es geht darum, über Jahre etwas aufzubauen, das mir und meiner Familie später eine echte Wahl gibt: weiterarbeiten, weil ich will – nicht, weil ich muss.

    Ich weiss, dass das ein Weg ist, der Geduld braucht. Aber lieber baue ich jetzt aktiv an dieser Freiheit, als mit 65 überrascht festzustellen, dass die Rechnung nicht aufgeht.

    Wenn dich interessiert, wie genau ich das konkret angehe – sprich mich einfach an. Ich erzähle dir gerne mehr.

  • Ein neues Projekt nimmt Form an

    Im letzten Beitrag habe ich beschrieben, in welchem Spannungsfeld ich mich in den letzten Jahren oft wiedergefunden habe: zwischen einem Beruf, der mir grundsätzlich gefällt, und dem Wunsch nach mehr Freiheit – zeitlich, örtlich, finanziell. Heute möchte ich erzählen, wie sich daraus für mich ein konkretes Projekt entwickelt hat.

    Eigentlich bin ich diesem Thema schon vor vielen Jahren einmal begegnet, mit unterschiedlicher Intensität über die Zeit. Was neu ist: Ich habe mich entschieden, jetzt mit vollem Fokus daran zu arbeiten. Nicht mehr nebenbei, nicht mehr halbherzig, sondern als echtes Projekt, dem ich Zeit, Energie und Aufmerksamkeit gebe.

    Worum es konkret geht, werde ich in den nächsten Beiträgen Schritt für Schritt erzählen – mir ist wichtig, dass diese Seite in erster Linie meine Geschichte zeigt. Deshalb nehme ich mir hier die Zeit, ehrlich zu beschreiben, warum ich diesen Weg gehe, was mich daran reizt, und auch, wo ich noch am Anfang stehe.

    Was ich schon sagen kann: Es geht mir um etwas, das langfristig trägt – ein Projekt, das nicht an einen Standort oder feste Arbeitszeiten gebunden ist, und das mit der Zeit zu genau der Freiheit beitragen soll, von der ich im letzten Beitrag geschrieben habe. Ein Projekt, bei dem ich sowohl mit Menschen zusammenarbeite, die den gleichen Weg gehen wollen, als auch mit Leuten, die einfach an dem interessiert sind, was ich aufbaue.

    Ich freue mich, dich auf diesem Weg mitzunehmen – Schritt für Schritt, Beitrag für Beitrag. Wenn dich schon jetzt interessiert, worum es genau geht: Sprich mich einfach direkt an.

  • Zwischen Beruf, Familie und eigenen Träumen

    Zwischen Beruf, Familie und eigenen Träumen

    Wer mich kennt, weiss: Ich bin kein Mensch, der stillsteht. Trotzdem gibt es diese Momente, in denen ich merke, wie voll ein Alltag sein kann – und wie wenig Raum manchmal für das bleibt, was mich eigentlich am meisten trägt.

    Beruflich bin ich seit einiger Zeit in der Informatik im Energiebereich unterwegs, daneben immer wieder auch als Versicherungsmakler aktiv. Beides Bereiche, die mir liegen, die Struktur, Verantwortung und ständig neue Themen mit sich bringen. Ich mag das – die Mischung aus Technik, Zahlen und dem Kontakt mit Menschen. Aber ein Job, so gut er auch passt, bleibt ein Rahmen. Ein Rahmen mit festen Zeiten, festen Erwartungen, festen Grenzen.

    Daneben steht das, was mir sonst wichtig ist: Familie, die Momente auf dem Wasser, die mich seit Jahren begleiten, und – wenn ich ehrlich bin – der Wunsch, irgendwann nicht mehr zwischen „Beruf“ und „eigentlichem Leben“ trennen zu müssen. Sondern beides zusammenzubringen.

    Genau in diesem Spannungsfeld habe ich in den letzten Jahren immer wieder überlegt, wie ein Weg aussehen könnte, der mir mehr Freiheit gibt – zeitlich, örtlich, finanziell. Ich habe verschiedene Ideen durchgespielt, manche verworfen, andere weiterverfolgt. Was dabei geblieben ist: die Überzeugung, dass es sich lohnt, aktiv an dieser Freiheit zu arbeiten, statt einfach abzuwarten, ob sie sich irgendwann von selbst ergibt.

    Dieser Beitrag ist deshalb auch eine Art Zwischenstand. Kein fertiges Ergebnis, sondern ein ehrlicher Blick auf den Punkt, an dem ich gerade stehe: zwischen dem, was ich heute mache, und dem, wohin ich eigentlich will. Im nächsten Beitrag erzähle ich, welches Projekt in dieser Zeit konkret Form angenommen hat – und warum ich mich entschieden habe, jetzt vollen Fokus darauf zu setzen.

  • Warum das Segeln zu mir gehört

    Segeln ist für mich nie nur ein Hobby gewesen, das man an ein paar Wochenenden im Jahr macht. Über die Jahre habe ich mir praktisches nautisches Wissen angeeignet – Betonnung, Kartennavigation, Törnplanung – nicht, weil es „dazugehört“, sondern weil ich verstehen wollte, wie das alles zusammenhängt. Jede Reise war ein Stück Weiterbildung, jede Herausforderung auf dem Wasser eine Gelegenheit, sicherer zu werden.

    Diese Kroatien-Tour war in gewisser Weise ein Wendepunkt. Zum ersten Mal habe ich nicht nur mitgesegelt oder assistiert, sondern die volle Verantwortung getragen – für die Route, für die Sicherheit der Crew, für jede Entscheidung unterwegs. Und es hat funktioniert. Besser noch: Es hat sich richtig angefühlt.

    Genau dieses Gefühl hat einen Traum bestätigt, den ich schon lange mit mir trage: irgendwann mehr Lebenszeit auf dem Wasser zu verbringen. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil meines Alltags. Ob das am Ende bedeutet, mehr und längere Törns zu machen, näher am Wasser zu leben, oder etwas ganz anderes daraus zu entwickeln – diese zwei Wochen in der Kvarner-Bucht haben mir gezeigt, dass dieser Traum kein abstraktes Wunschdenken ist, sondern etwas, das ich mir Stück für Stück erarbeiten kann.

    Der nächste Törn kommt bestimmt – und ich bin gespannt, wohin er mich als Nächstes führt.

  • Mit dem Wind im Rücken – meine Segel-Geschichte

    Mit dem Wind im Rücken – meine Segel-Geschichte

    Die Tour: Zwei Wochen Kvarner-Bucht


    Im Juli 2026 war es endlich soweit: Von Marina Punat auf der Insel Krk aus stach ich mit einer Crew von sechs bis acht Leuten für zwei Wochen in See – auf einem Trimaran, ganz ohne externen Skipper. Das erste Mal, dass ich eine Tour dieser Grösse komplett in eigener Verantwortung geplant und durchgeführt habe.

    Die Route führte uns rund 175 Seemeilen durch die Kvarner-Bucht: von Punat über Surbova und Vrbnik weiter nach Mošćenička Draga, dann zur Stadt Cres, nach Martinšćica, auf die kleinen Inseln Unije und Susak, weiter nach Mali Lošinj und Ilovik, hinüber nach Rab, über Baška zurück nach Punat.

    Bei der Planung war mir wichtig, dass die Tour für die ganze Crew angenehm bleibt: maximal zwei Übernachtungen in Marinas, die meisten Ankerplätze in ruhigen Buchten, und wir haben es meist so getaktet, dass wir gegen 14 Uhr am Tagesziel ankamen – genug Zeit für ein Bad, einen Spaziergang an Land oder einfach zum Ankommen, bevor der Abend beginnt.

    Was diese Reise besonders gemacht hat, war nicht nur die Landschaft – die kristallklares Wasser, die kleinen unbewohnten Inseln, die Ruhe abseits der grossen Touristenrouten – sondern das Gefühl, zum ersten Mal ganz auf mich selbst gestellt zu sein. Kein Skipper, der eingreift, keine Sicherheitsnetz-Erfahrung im Rücken. Nur ich, die Crew, das Boot und die Entscheidungen, die getroffen werden mussten: Wetterlage einschätzen, Route anpassen, Ankerplatz beurteilen, den Kurs halten.

  • Mein bisheriger Weg – warum ich nie stillstehe

    Wenn ich zurückblicke, war mein beruflicher Weg alles andere als geradlinig – und genau das macht ihn für mich spannend.

    Begonnen habe ich als Chemielaborant. Eine handfeste, technische Ausbildung, bei der Genauigkeit und Sorgfalt zählen. Ich habe dort gelernt, wie wichtig es ist, Dinge gründlich anzugehen und nichts dem Zufall zu überlassen.

    Irgendwann hat mich die Welt der Informatik gepackt. Ich habe mich zum diplomierten Wirtschaftsinformatiker weitergebildet – ein kompletter Richtungswechsel, der mir gezeigt hat, dass ich mich nicht scheue, nochmal ganz von vorne zu beginnen, wenn mich etwas wirklich interessiert.

    Später kam die Ausbildung zum Versicherungsfachmann dazu. Auch das ein neues Feld, das mir vor allem eines vermittelt hat: den Umgang mit Menschen, ihren Bedürfnissen und ihrer Situation ernst zu nehmen.

    Rückblickend sehe ich das erst jetzt so richtig als einen roten Faden: In jeder Phase habe ich etwas Neues gewagt, mich weiterentwickelt und dabei gelernt, dass Stillstand für mich nie eine Option war.

    Und genau mit dieser Haltung – offen für Neues, bereit, nochmal etwas anzupacken – beginnt jetzt für mich ein neues Kapitel. Was das genau ist, erzähle ich euch in den nächsten Beiträgen. Schaut gerne wieder vorbei.